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Favre-Leuba Bivouac 9000

Favre-Leuba Bivouac 9000
© Favre-Leuba

Bivouac 9000 ist eine Armbanduhr von Favre-Leuba.

Die Expeditionsuhr von 1962

1962 bringt Favre-Leuba das erste Modell der Bivouac auf den Markt, als erste mechanische Armbanduhr mit einem Aneroidbarometer zur Höhen- und Luftdruckmessung. Einen ihrer ersten Einsätze absolviert die Expeditionsuhr an den Handgelenken der Schweizer Nationalmannschaft der Fallschirmspringer während der Weltmeisterschaft 1962 in den USA. Der italienische Alpinist Walter Bonatti trägt die Bivouac, als ihm 1964 zusammen mit dem Genfer Michel Vaucher die Erstbesteigung der Nordwand der Pointe Whymper (4196 m) in den Grandes Jorasses gelingt oder er als Erster die Nordwand des Matterhorns über die direkteste Route bezwingt. Auch der junge Walliser Michel Darbelley lässt sich von der Uhr bei der ersten Alleinbesteigung des Eigers im Jahr 1963 anzeigen, welche Höhe er schon erklommen hat und ob ein Wetterwechsel bevorsteht. Auch der bekannte französische Polarforscher Paul-Emile Victor verläßt sich auf seinen zahlreichen Expeditionen ins ewige Eis auf die Bivouac.

2017 wird mit der Bivouac 9000 eine Neuauflage präsentiert, die Höhen bis 9.000 m, also für alle von Bergsteigern zu bezwingende Gipfel anzeigen kann.

Funktionsbeschreibung

Im Zusammenspiel mit der beidseitig drehbaren Lünette, die eine in 50-Meter-Schritte unterteilte Skala trägt, zeigt der rote Zentrumszeiger bei einer Umdrehung Höhen­unterschiede bis zu 3000 m an. Bei zurückgelegten 3000 Höhenmetern hat sich der kleine, ebenfalls rote Zeiger im Hilfszifferblatt bei 3 Uhr eine Position weitergedreht, bis er nach drei Umdrehungen des Zentrumszeigers schließlich bei 9000 m.ü.M. angelangt ist. Damit sich auf dem Weg zum Gipfel die Lünette nicht unbeabsichtigt verstellen kann, wird sie durch eine feine Rasterung in der korrekten Position gehalten.

Das Herz des Barometers besteht aus einer luftdichten, aus einer speziellen Legierung gefertigten Dose. Sinkt der Luftdruck, wenn der Träger höher steigt, dehnt sich diese Dose aus; nimmt der Luft­druck beim Abstieg wieder zu, drückt er sie zusammen. Die Ausdehnung und das Zusammen­drücken der Messvorrichtung vollführt sich in einer axialen Bewegung, die in eine radiale Bewegung umgewandelt werden muss, damit die Höhe mit Hilfe der roten Zeiger indiziert werden kann. Die zur Höhenmessung notwendige Aussenluft dringt durch eine 3 mm kleine Öffnung im Gehäuse in die Kammer ein, in welcher die Barometer-Dose untergebracht ist.

Außerdem gibt die Bivouac 9000 auch Luftdruckveränderungen auf gleichbleibender Höhe an. Die ebenfalls im Hilfszifferblatt bei 3 Uhr integrierte Hektopascal-Anzeige, die von 1013 bis 300 hPa reicht, informiert über den aktuellen realen Luftdruck. Stellt der Bergsteiger seine Uhr am Vorabend des geplanten Aufstiegs auf die korrekte Höhe seines Nachtlagers ein, weist der kleine rote Zeiger mit der dem Höhenmesser gegenüberliegenden Spitze auf ca. 680 hPa, was dem mittle­ren Luftdruck auf dieser Höhe entspricht. Fällt während der Nacht der Luftdruck, dreht sich der Zen­trumszeiger im Uhrzeigersinn weiter und der kleine Zeiger steht in der Folge am Morgen auf einem tieferen Wert. Das bedeutet: Es ist ein Tiefdruckgebiet entstanden, und das Wetter hat sich verschlechtert. Bei extremen Bedingungen, z.B. bei einem Orkantief, kann die Differenz zum mittleren Luftdruck bis zu 150 hPa betragen. Ist der Zentrumszeiger jedoch im Ge­genuhrzeigersinn gewandert und der kleine Zeiger weist auf einen höheren Wert als am Vorab end, liegt der Berg in einem Hochdruckgebiet mit verbesserten Wetterbedingungen. Mit dieser Information liefert die Bivouac 9000 eine wichtige Entscheidungshilfe, ob der gefährliche Aufstieg gewagt werden kann oder sicherheitshalber verschoben werden muss.

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