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Die besten Uhren und Uhrenmarken

Gucci

Gucci G-Timeless XL Automatik Chronograph
© Gucci

Italienischer Luxus-Accessoire-Hersteller

Vom Geschäft des Sattlermeisters Guccio Gucci zum Weltkonzern

1921 gründet der italienische Sattlermeister Guccio Gucci (1881-1953) in Florenz ein Geschäft für Mode und Lederwaren. 1938 wird eine Boutique in Rom eröffnet. Gucci entwirft selbst viele Produkte des Firmenangebotes. Jahrelang hatte er im Londoner Savoy Hotel gearbeitet und dort die edle Ästhetik des englischen Hochadels erlebt. Diese überträgt er nun auf Italien, und zwar mit exklusiven Lederwaren aus toskanischer Meisterhand. Binnen weniger Jahre erlebt die Marke einen enormen Erfolg bei einer weltgewandten internationalen Klientel, die sich um die vom Reitsport inspirierte Kollektion von Taschen, Koffern, Handschuhen, Schuhen und Gürteln reißt.

In den 1940ern wird die „Bambus-Tasche“ als eines der ersten einer langen Reihe von Klassikern aus dem Hause Gucci vorgestellt. Sie ist auch heute noch erhältlich. Die aus dem Sattelgurt abgeleitete Farbkombination Grün-Rot-Grün kehrt immer wieder in den Gucci-Geweben wieder.

Nach dem Tod des Gründers im jahre 1953 übernehmen seine Söhne Aldo, Vasco, Ugo und Rodolfo das Unternehmen. Die erste amerikanische Filiale in New York wird eröffnet. Es folgen Filialen in London, Palm Beach, Paris und Beverly Hills.

Im weiteren Verlauf entwickelt sich Gucci zu einem weltbekannten Modekonzern. In den 1960er Jahren festigt sich das Image von Gucci als bekanntester Anbieter modischer Trend-Accessoires. Prominente wie Jackie Kennedy, Liz Taylor, Peter Sellers und Samuel Beckett tragen Taschen von Gucci. Für Grace Kelly wird ein Seidenschal mit Flora-Druck kreiert. Ende der 1960er Jahre führt Gucci das doppelte, ineinandergreifende G als Logo ein.

In den 1970ern wird der Vertrieb nach Fernost ausgeweitet: die ersten Boutiquen werden in Hongkong und Tokio eröffnet.

1982 wird Gucci Aktiengesellschaft. Ende der 80er Jahre beteiligt sich die Investmentgesellschaft Investcorp zur Hälfte an der Firma.

Nachdem das Unternehmen zuvor in eine Krise geschlittert war, führt die Arbeit des Star-Designers Tom Ford, der 1994 Creative Director wird, wiederum zu großen Erfolgen. Der europäische Verband der Wirtschaftspresse ernennt Gucci zum "Europäischen Unternehmen des Jahres 1998" für seine wirtschaftliche und finanzielle Leistung, seine strategische Vision und seine Management-Qualität.

Gucci wird zur, gemessen nach Umsatz, größten italienischen Marke und rangiert unter den Top 100 der weltweit bekanntesten Marken auf Platz 46. Heute gehört das Unternehmen fast vollständig zum Luxusgüterkonzern PPR S.A. (ehemals Pinault-Printemps-Redoute S.A.), Paris. Creative Director ist inzwischen die 1972 in Rom geborene Frida Giannini.

Die Gucci-Uhrenlinie

Im November 1997 erwirbt Gucci den Uhrenhersteller Severin Montres, der in Gucci Timepieces umbenannt wird. Unter Severin Wunderman, später Inhaber der Nobelmarke Corum, wird die Uhrenabteilung sehr erfolgreich. Zuerst werden vorwiegend preisgünstige Quarzuhren vermarktet.

Neue Strategie mit Mechanikmodellen

Mittlerweile entwickelt sich Gucci Timepieces auch im mechanischen Bereich zum ernstzunehmenden Anbieter, der immer noch durch ein — in Anbetracht des Markenrenommees überraschendes — attraktives Preis-Leistungsverhältnis punkten kann. Unter neuer Leitung positioniert man sich seit Herbst 2010, unter anderem mit der Kollektion "G-Timeless", auch zunehmend in diesem Angebotssegment.

Anschrift

Gucci Timepieces & Jewelry
Gucci Group Watches
Brunnstr. 7
80331 München

Tel. (++49) (0) 89-3750680

Weblinks

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