Doppel-Achs-Tourbillon

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Thomas Prescher Double Axis Tourbillon
© Thomas Prescher

Tourbillon-Variante (auch: Bi-axialer Tourbillon)


In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts erfand der Brite A. G. Randal ein Tourbillon, das sich um zwei Achsen drehte. Bezugnehmend auf die Lageproblematik baute er den Mechanismus — wohl eher als intellektuelle Herausforderung denn in Sachen Gangverbesserung — in eine große Tischuhr ein.

In einem Doppel-Achs-Tourbillon dreht die zweite Achse parallel zum Zifferblatt und beeinflußt den Gang auch in den Lagen Zifferblatt oben und Zifferblatt unten positiv. Somit hat der Mechanismus einen vorteilhaften Einfluß auf den Gang aller sechs Lagen.

Da der Doppel-Achs-Mechanismus seine ganze Wirkung nur in tragbaren Uhren entfalten kann, realisierte Thomas Prescher einen solchen in einer Taschenuhr, um damit die spätere Machbarkeit seiner Vision in einer Armbanduhr zu prüfen.

Eine direkte Verkleinerung und gleiche Anordnung der Bauteile erwies sich dabei als unmöglich. Die Probleme der Gewichtsverteilung, der Verzahnungen und Reibung in Mikromechanismen führten zu ganz anderen Reaktionen als in der großen Uhr von Randal, wiegt doch das kleinste Teil im neuen Mechanismus nur 0,0009 Gramm. Somit mußte das Tourbillon völlig neu gestaltet werden, insbesondere deshalb, weil es darüber hinaus ein fliegendes Tourbillon werden sollte.

(Quelle: Produktbeschreibung (Firmentext) Thomas Prescher)