Crocco, Carlo

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Uhrenunternehmer


Der Italiener Carlo Crocco arbeitete bis 1976 im Familienbetrieb, der Firma Binda. Diese war der führende Uhrenvertrieb in Italien. Da er jedoch lieber seine eigenen Vorstellungen realisieren wollte, verließ er mit 32 Jahren Binda und gründete 1980 in Genf die Uhrenmarke MDM Genève. Seine Vision war es, raffiniertes italienisches Design mit solider schweizerischer Handwerkskunst zu verbinden. So entwickelte er eine Uhr in bis dato nicht gesehenem Stil: das Luxusgehäuse aus Gold wurde durch 12 Titanschrauben gehalten, und das Armband bestand aus schwarzem Kautschuk. Der Form entsprechend hieß die Uhr "Hublot" (französisches Wort für Bullauge).

Später wurde die markante Bezeichnung Hublot als alleiniger Name der Uhrenmarke gewählt. Die Uhrenfirma Hublot, um die es zwischenzeitlich sehr ruhig geworden war, feierte nach dem Einstieg des gewieften Uhrenexperten Jean-Claude Biver ab April 2005 einen spektakulären Wiederaufstieg. Maßgeblich hierfür war das neue, von Biver entwickelte Modell Big Bang ("Urknall"). Biver betont, daß die erste Anregung für das zugrundeliegende Konzept der "Fusion", also der Verbindung unterschiedlicher — natürlicher wie künstlicher — Materialien, auf Croccos Grundidee zurückzuführen sei.

Crocco entschied 2008, die Firma nicht an Biver zu verkaufen (der sie eigentlich gerne übernommen hätte), sondern an den Luxusgüterkonzern LVMH, welcher eine wesentlich höhere Summe dafür bieten konnte.

Zu den Aktivitäten von Carlo Crocco gehört auch sein Engagement im humanitären Bereich: so kommt seine Stiftung MDM (Main Dans la Main – Hand in Hand) benachteiligten Kindern auf der ganzen Welt zu Hilfe.