Heuer Bundeswehr

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Heuer Bundeswehr-Chrono mit Heuer 12, im persönl. Besitz von Gerd-Rüdiger Lang, Chronoswiss
© Gerd R. Lang, Chronoswiss

Armbanduhr von Heuer


Modellgeschichte

1967 entwickelte Heuer im speziellen Auftrag der Deutschen Bundeswehr diesen weitgehend in Schwarz gehaltenen Chronographen, der auf den Einsatz bei Piloten ausgerichtet war. Er war zuerst mit dem Automatik-Kaliber Heuer 12 ausgestattet (erkennbar an der linksseitigen Krone bei der 9), später mit dem Handaufzugswerk Valjoux 230, das über eine Flyback-Funktion verfügte. Das Modell mit dem Chronomatic-Kaliber 12 gelangte nicht zum Bundeswehreinsatz, sondern ist nur in wenigen Sammler-Einzelstücken erhalten.

Der "Bundeswehr-Chronograph" zeichnet sich, den Vorgaben der Behörde entsprechend, durch hervorragende Ablesbarbarkeit und leichte Bedienbarkeit aus. Bei Exemplaren, die mit aktiver Leuchtmasse (Tritium) belegt waren, steht auf dem Zifferblatt ein rotes "3H"-Symbol.

Insgesamt gibt es zahllose Varianten und Abwandlungen, die bis in allerkleinste Details gehen; hinzu kommen die Versionen, die Sinn produziert hat (siehe nachfolgend und Weblinks). Beachtenswert ist auch das auf Sternzeit regulierte Sondermodell (dieses weist gegenüber der Normalzeit einen Vorgang aus).

Fortführung durch Sinn

Helmut Sinn kaufte in den 1980ern und 1990ern ausgemusterte Bestände der Bundeswehr auf und verkaufte sie nach zuvor erfolgter Überarbeitung wieder. Einen Teil dieser Uhren versah er mit Zifferblättern, die den "Sinn"-Schriftzug zeigen. Der Sinn Fliegerchronograph 155 versteht sich als Fortführung des Bundeswehr-Fliegerchronographen. Er wird exklusiv vom Versand Manufactum vertrieben. Leider ist die Serie auf 300 Stück limitiert.

Referenz:

Prototyp: Kal. Heuer 12
Serie: 1550 SG, Valjoux 230
Sondermodell: 1551 SGSZ, Sternzeituhr (auf Sternzeit reguliert, weist gegenüber der Normalzeit einen Vorgang aus)

Werk:

Prototyp: Automatisches Chronographenwerk Heuer 12, 21.600 A/h
Serie: Handaufzugs-Chronographenwerk Valjoux 230, 18.000 A/h
17 Steine
Kompensationsunruh mit Nivarox-Spirale
Incabloc-Stoßsicherung
Gangreserve > 36 h

Gehäuse:

Edelstahl, mattiert
Ø 43 mm, H 14 mm
Drehlünette
Acrylglas
Schraubboden
Antimagnetisch

Zifferblatt:

Schwarz
Ziffern und Zeiger mit Leuchtmasse
Rote Beschriftung "3H" verweist auf Tritium-Verwendung

Funktionen:

Stunde, Minute, Datum
Chronograph:
Prototyp: zentraler 60-Sekunden-, 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler
Serie: ohne Datum und 12-Stunden-Zähler, dafür kleine Sekunde, sowie Flyback-Funktion

Armband:

Schwarzes Rindslederband mit Dornschließe

Preis:

Je nach Zustand ca. 1.500-3.000 €

Weblinks