Schmidt, Lothar

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Lothar Schmidt

Ingenieur, Uhrenunternehmer und Inhaber der Uhrenmarke Sinn


Nachdem Helmut Sinn 1956 die Sinn Spezialuhren GmbH & Co. KG gegründet und als Spezialhersteller v.a. für Fliegeruhren aufgebaut und durch den Direktvertrieb auf dem Markt erfolgreich positioniert hatte, verkaufte er sie im September 1994 an den ehemaligen IWC-Mitarbeiter und Diplom-Ingenieur Lothar Schmidt.

Der 1949 in Neunkirchen im Saarland geborene Lothar Schmidt studierte nach dem Abitur in Saarbrücken Maschinenbau. In den 1970ern hatte er den ersten Kontakt mit der Uhrenindustrie: er wurde technischer Direktor einer Gehäusefirma. 1980 wechselte er zunächst als freier Mitarbeiter zur IWC nach Schaffhausen und zeichnete dort für den Aufbau einer innovativen Gehäuse- und Armbandproduktion verantwortlich. Er erarbeitete Problemlösungen im Umgang mit den schwierig zu bearbeitenden Werkstoffen Titan, Platin und Keramik. Unter seiner Federführung entstanden die ersten Porsche Design-Modelle, die Porsche Design by IWC Ocean 2000, das Zirkonoxydgehäuse der Da Vinci sowie das Gehäuse der Grande Complication.[1]

Nach 1990 war Schmidt mitverantwortlich für den Neuaufbau der wiederbelebten Traditionsmarke A. Lange & Söhne in Glashütte, der durch die Unterstützung seitens der LMH, zu der IWC und Jaeger-LeCoultre gehörten, möglich wurde.

1998, also vier Jahre nach seiner Übernahme der Marke Sinn, gründete Lothar Schmidt zusammen mit Walter Fricker (Inhaber der Gehäusefirma Fricker, Pforzheim) und Ronald Boldt, dem ehemaligen Leiter Technologie und Qualitätssicherung des Glashütter Uhrenbetriebs, den Gehäusehersteller SUG Sächsische Uhrentechnologie GmbH in Glashütte.

Einzelnachweise

  1. watchtime.ch, Stand 20.2.2008