Tantal

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Hublot Big Bang Ice Bang mit Lünette, Ziffern und Indexen aus Tantal
© Hublot
Seamaster Professional Chrono Diver von Omega mit Tantal/Roségold/Titan-Gehäuse und -armband
© Omega

Tantal ist ein Werkstoff.

Die Eigenschaften von Tantal

Das kostbare Schwermetall Tantal ist ein chemisches Element und zählt zur sogenannten Vanadiumgruppe. Entdeckt wurde es 1802 in Schweden von Anders Gustav Ekeberg. Die Bezeichnung stammt aus der griechischen Mythologie: Tantalus war der Sohn des Zeus und Vater der Niobe.

Tantal glänzt silbern mit intensivem bläulichem Schimmer. Sein Vorkommen ist sogar seltener als das von Gold. Es ist zugfest, korrosionsbeständig und absolut hautverträglich. Daher wird es gerne in der Medizin verwendet, z.B. für chirurgische Implantate und bei Laborinstrumenten. Der Hauptteil der Welt-Jahresproduktionsmenge von 1.400 t wird für sehr kleine Kondensatoren mit hoher Kapazität verwendet, wie sie z.B. in Mobiltelefonen vorkommen, außerdem bei Linsen von Photoapparaten.

Tantal im Uhrenbereich

Frühe Verwendungen im Uhrenbereich sind: die Luxusvariante der Omega Seamaster Professional Chrono Diver aus den 1990ern mit ihrer Verbindung von Tantal/Roségold/Titan, oder das Modell 1910 Tantalum von Hublot im Jahr 2003.

Wie Platin läßt sich auch Tantal nur äußerst schwer verarbeiten, denn es ist hart und hat einen sehr hohen Schmelzpunkt (3017°C). Bei der Bearbeitung fallen große Ausschußmengen an, die nicht wiederverwendet werden können. Die Frässtichel können selten mehr als einmal eingesetzt werden; die Splitter lassen sich nur mit Mühe entfernen.

2006 tritt der Werkstoff mit großzügiger Präsenz beim Modell Big Bang "Ice Bang" von Hublot auf, dessen Name auf die charakteristische Anmutung dieses Metalls verweist. 2007 widmet Hublot dann mit der Big Bang Tantalum Mat eine Uhr ganz diesem seltenen Material.