Zeitwaage

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Meßgerät zur schnellen Feststellung des momentanen Ganges einer Uhr


Moderne Zeitwaagen vergleichen die Schwingungen der Unruh einer zu prüfenden Uhr mit denen eines schwingenden Quarzkristalls als Zeitmaß. Dazu wird das vom Uhrwerk erzeugte Tick-Geräusch mit einem Mikrofon aufgenommen und mit der gewünschten Frequenz verglichen. Da die Ganggenauigkeit einer mechanischen Uhr auch von der Lage abhängig ist, ist dies eine schnelle Möglichkeit, um eine Abweichung festzustellen. Die Zeitwaage ermöglicht eine schnelle Ermittlung von Gang- und Lagenfehlern und von vielen Fehlern am Gangregler. Dabei kann auch ein Abfallfehler sowie bei neueren, elektronischen Geräten, die Amplitude der Unruh analysiert werden.

Frühere Geräte schrieben für jeden "Tick" einen kurzen Strich auf einen fortlaufenden Papierstreifen. Die Neigung der gebildeten Linien zeigte dann den Gangfehler der Uhr an, der Abstand der Linien war ein Hinweis auf den Abfallfehler. Heutige Geräte haben ein elektronisches Display, das alle relevanten Daten digital anzeigt.

Eine zeitaufwendigere Alternative zur Zeitwaage wäre, den Gang der Uhr über einen längeren Zeitraum - in der Regel mehrere Tage - zu beobachten. Durch den Abgleich mit einer Referenzuhrzeit, zum Beispiel mit einer Atomuhr, kann ein Vor- oder Nachgang festgestellt werden, der über den Gangregler entsprechend korrigiert werden muss.

Reinhard Straumann baute zusammen mit Siemens die erste Zeitwaage, den sog. Chronokomparator.

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